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Interview-Serie Teil 1: Tipps und Tricks mit Nina von “Passionworks Photography”

Passionworks Photography

Interview-Serie Teil 1: Um euch einen Überblick in die Fotografenwelt zu geben, interviewen wir von Spiegelreflexkamera-Tests.de leidenschaftliche Hobbyfotografen, wie auch Berufsfotografen, aus den verschiedensten Bereichen. Die Erfahrungen sind vielfältig, sodass jeder Fotograf mit der Zeit seine speziellen Tricks entwickelt. Wir sind gespannt und freuen uns auf den super Start und unser erstes Interview. In unserem ersten Teil der Interview-Reihe haben wir die Nina von “Passionworks Photography” befragt.


passionworks_selbstportraitHallo Nina. Bitte stell dich einmal vor.

Mein Name ist Nina Bischoff, ich bin 22 Jahre alt und wohne in Österreich. Das Fotografieren habe ich mir selbst beigebracht und mache es seit vielen Jahren aus Leidenschaft.

Nachdem meinen Freunden und der Familie auffiel, dass jedes genutzte Bild von ihnen eine Fotografie von mir war, entschied ich mich dazu vor fast 3 Jahren “Passionworks Photography” zu gründen.

Vor über einem Jahr bin ich von einer Kleinstadt mit dem Namen Xanten am Niederrhein nach Wien gezogen und studiere dort Grafik- & Informationsdesign.


Wie lange fotografierst du, mit welcher Kamera bist du eingestiegen und wie bist du dazu gekommen?

Interesse an der Fotografie habe ich schon seit meiner Kindheit, richtig angefangen habe ich jedoch vor circa 8 Jahren als ich meine erste Kamera (EOS Canon 1000D) von meiner Mutter geschenkt bekommen habe. Die ersten Jahre (vor dem Smartphone-Zeitalter) ging es jedoch nur um das Festhalten des Moments in einer höheren Qualität und weniger um das “perfekte Bild”.


Wie würdest du vorgehen wenn du ein perfektes Bild schießen möchtest? Hast du da ein spezielles Schema nach dem du vorgehst?

Das “perfekte Bild” liegt natürlich immer im Auge des Betrachters, für mich bedeutet es so nah wie möglich an den Anforderungen an mich selbst und der Idee heranzukommen. Ein spezielles Schema habe ich da nicht, das hängt immer vom Thema und Aufwand ab. Jedoch ist einer der ersten und wichtigsten Punkte wenn ich ein Shooting plane die Locationsuche – natürlich passend zu dem Thema.

Am Anfang habe ich immer nach der schönsten Location im Allgemeinen gesucht, im Nachhinein weiß ich aber, dass man immer die Augen offen halten sollte um die “kleinen Dinge” zu sehen. Auch ein einzelner Busch oder eine Wiese kann die perfekte Location sein, wenn man sie dazu macht. Bevor ich richtig anfange mache ich erstmal ein paar Testfotos von dem Ort an sich, um die Lichtverhältnisse auszutesten und auch von welcher Position es am besten wirkt.

Voraussetzung ist oft auch, dass man sich nicht davor scheut auch mal im Dreck zu liegen oder auf Dinge herauf zu klettern – die verrücktesten Ideen sind nämlich meistens die besten.


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Auf was hast du dich spezialisiert und was fotografierst du am liebsten?

Vollkommen spezialisiert habe ich mich – und möchte ich auch noch nicht. Ich bevorzuge allerdings die Portraitfotografie, wobei ich mich immer mehr zu einer surrealen Richtung hingezogen fühle, bei der im Voraus teils inszeniert wird und auch die Farben und die Umgebung im Nachhinein verändert werden können. Im Moment versuche ich viele verschiedene Richtungen auszuprobieren, da ich gemerkt habe, dass ich dadurch am besten lerne.


Wie kamst du das erste Mal mit der „surrealen Richtung“ in Berührung? Gibt es Vorbilder die du verfolgst? Was findest du daran so spannend?

Die erste Berührung damit kam mehr oder weniger durch Zufall. Als ich in Photoshop die Farben optimieren wollte färbte ich bei einem Bild aus Versehen die Blätter der Bäume in lila und spielte ein wenig damit rum.

 

Das Spannende daran ist für mich definitiv das sich die Möglichkeiten ins unendliche erweitern sobald man nicht mehr in dem natürlichen Bereich ist. Wenn z.B. die Farben der Bäume nicht “normal” sind dann spreche ich beim Betrachter schon die Fantasie – und damit auch eine gewisse Faszination – an.

Eine Fotografin zu der ich definitiv aufsehe ist die auf Social Media sehr bekannte “Nina Schnitzenbaumer Fotografie”. Sie hat mich besonders durch ihre Vorher-Nachher-Bilder dazu inspiriert mit den Farben zu spielen und noch mehr aus dem Bild rauszuholen. Wenn einem jedoch das “extremere” gefällt dann würde ich empfehlen mal bei „LauraHelena Photography“ vorbei zu schauen.


Wie viel Zeit steckst du in die Nachbearbeitung?

Das ist auch wieder sehr unterschiedlich und hängt von der Art des Projekts ab. Die Bilder von einem Paarshooting beanspruchen z.B. weniger Zeit als ein Projekt bei dem ich nicht nur optimiere sondern die Umgebung verändere und gegebenenfalls sogar Elemente entferne oder hinzufüge.

Um ein Beispiel zu nennen habe ich für ein eigenes Projekt mit einer guten Freundin insgesamt ca. 3 Stunden gebraucht. In unserer Vorstellung sollte es ein sinnliches Bild werden, welches an etwas märchenhaftes erinnert. Unter diesen 3 Stunden fielen 30 Minuten Vorbereitung, die daraus bestanden den halben Weintrauben-Strauch meiner Mutter auseinander zu nehmen, mein Model Suzana auf einer Wiese zu platzieren und das Grün auf ihr zu verteilen wie es mir passte. Zwischendurch rannte ich immer wieder hin und her zwischen Model und dem Balkon, von dem aus ich das Foto machte.

Das eigentliche Bild machte ich dann innerhalb von 5 Minuten. Die Nachbearbeitung in Photoshop dauerte ca. 2 Stunden bei der ich z.B. die Farben, Texturen, Haut und Lichtverhältnisse verändert habe und viele andere Kleinigkeiten wie die noch zu sehende Kleidung oder störende Gegenstände entfernt habe, bis dieses Endergebnis dabei rauskam.

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Welches Equipment verwendest du am häufigsten ?

Meine Canon EOS 6D ist seit 2 Jahren immer dabei. Entgegen den meisten Fotografen fotografiere ich allerdings nur mit natürlichem Licht. Da ich Studentin bin und in Sachen Equipment noch reichlich Luft nach oben ist, habe ich gelernt das bestmöglich zu nutzen. Privat liebe ich es allerdings auch mal mit meiner Canon AE-1 auf analog umzustellen.


Gibt es Situationen oder Erlebnisse, die du als Einsteiger gemacht hast, welche du heute anders machen würdest?

Im Nachhinein fällt mir besonders auf, dass ich als Einsteiger eher mit der Kamera hätte experimentieren, und viel mehr mit den Menschen vor der Kamera hätte kommunizieren müssen.


Bisher hast du  dich neben der Uni, als “Hobby” und nebenberuflich viel mit der Fotografie auseinandergesetzt. Möchtest du in Zukunft Hauptberuflich als Fotograf dein Geld verdienen? Wie stellst du dir deinen Werdegang vor?

Es wäre natürlich ein Traum die Fotografie zu meinem Hauptberuf zu machen. Früher, bei der Entscheidung welchen Weg ich einschlagen will, war mir der Beruf jedoch “zu unsicher” durch die Masse die der Markt heutzutage bietet.Mittlerweile bin ich froh, dass ich es mir als Hobby beibehalten habe und dadurch meinem eigenem Stil näher gekommen bin.

Für mich ist es eine Win-Win-Situation da man im Grafikdesign einen großen Vorteil hat, wenn man sich mit Fotografie auskennt und z.B. seine Produktdesigns vorteilhaft ablichten kann. Im besten Fall werde ich beides im Berufsleben kombinieren können und damit meine Leidenschaft zum Beruf machen.


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Als letztes würden wir gerne ein, zwei Tipps, im Bezug auf  Portraits, von dir erfahren. Worauf kommt es deiner Meinung nach an?

Der Umgang mit den Menschen die ihr portraitiert ist extrem wichtig: Reden ist da das A und O. Erfahrt etwas über die Person und geht auf sie ein, denn jede Unsicherheit wird im Gesicht und in der Körperhaltung – und somit auch auf eurem Foto – zu sehen sein.  Mein Tipp: Nehmt euch Boxen mit und lasst euer “Model” die eigene Musik bzw. zur Stimmung passende Musik hören. Und natürlich gilt der Satz: Übung macht den Meister!

Vielen Dank für den Einblick in deine Arbeiten, die tollen Tipps und das nette Interview.  Wir wünschen dir weiterhin viel Erfolg!


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