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Interview-Serie Teil 6: Jede Form von Kunst hat ihr Publikum und ihr Gewicht – Tommy Liddell

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Interview-Serie Teil 6: In diesem Interview haben wir uns mit einer weiteren besonderen Persönlichkeit beschäftigt. Im Interview erfahrt ihr mehr über den Fotografen und Künstler, Tommy Liddel, welcher mit begeisterter Leidenschaft seine kreativen Gedanken und Emotionen in neue Kunstwerke verwandelt. Wenn ihr mehr über Tommy`s ausgefallene Composings, tolle Fotografien und seinen herangehensweisen erfahren wollt, dann haben wir hier genau das Richtige für euch. Viel Spass mit dem Interview!


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Hallo Tommy. Bitte stell dich unseren Lesern doch einmal vor. Wer bist du und was machst du?

Mein Name ist Tommy Liddell, ich wohne in Norrköping (Schweden) und bezeichne mich als ‘visueller Künstler’; ich strebe danach Kunst zu erschaffen welche meinem Empfinden von Ästhetik und meinem Gedankengut entspricht.


Wie lange fotografierst du, mit welcher Kamera bist du eingestiegen und wie bist du dazu gekommen?

Kunst begleitet mich eigentlich seitdem ich mich erinnern kann; zeichnen, malen, basteln, nähen, etc ich suche ständig neue Möglichkeiten meiner Kreativität Ausdruck zu verleihen und so passierte es dass ich mich auch mit der Fotografie beschäftigte.

Anfangs mit einer gewöhnlichen Digitalkamera und im Alter von ungefähr 15 Jahren versuchte ich mich an etwas ‘professionellerem’: der Canon EOS 450D (welche mich bis zu diesem Tag begleitet).

Zu dieser Zeit fotografierte ich hauptsächlich die Natur welche mich umgab in einem kleinen Dorf ummantelt von Wald und Wiesen. Ich verfolgte die Fotografie auch nur spärlich und so kam es vor dass ich Tage, Wochen oder gar Monate die Kamera nicht anfassen würde.

Von diesem kleinen Dorf in Mecklenburg Vorpommern verschlug es mich letztendlich nach Oldenburg, einer wundervollen Stadt in Niedersachsen. Ich stolperte in die Fotografie als Model und lernte viele wundervolle und kreative Geister kennen mit denen ich viele fantastische Projekte umsetzen durfte.

Es war zu dieser Zeit wo ich bemerken sollte, dass ich nicht ausschließlich hinter der Kamera stehen möchte sondern vielmehr meine eigenen Ideen umsetzen wollte.

Ich wollte fotografieren um aktiv das Resultat beeinflussen zu können; auf einer Art wie es lediglich der Fotograf handhaben kann. Dieser Gedankengang sollte der Anfang von meinem fotografischen Schaffen sein und so fing ich an mich intensiver mit der Fotografie auseinanderzusetzen.

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Auf was hast du dich spezialisiert und was fotografierst du am liebsten?

Mit der Frage nach einer Spezialisierung bin ich schon häufiger in konfrontiert worden; in erster Linie durch befreundete Fotografen. Letztendlich bin ich zu dem bisherigen Entschluss gekommen, dass ich mich nicht spezialisieren kann und auch nicht möchte. Die reizvollen Möglichkeiten der verschiedenen Formen der Fotografie sind viel zu verlockend als dass man sich auf ein Gebiet beschränken müsste.

Ich fotografiere eine visuelle Ästhetik und Gedankengut, mit welcher ich mich identifizieren und auszudrücken kann, um die Bilder in meinem Kopf der Welt präsentieren zu können.

Allerdings steht mir dabei oftmals mein eigener Drang nach Perfektionismus, im Sinne von dem ersehnten Resultat, im Weg. Es ist nachvollziehbar wesentlich einfacher eine komplexe und detaillierte Vision von einem Foto zu haben als dieses getreu umzusetzen mit den Mitteln die einem zur Verfügung stehen.

In diesem Sinne fotografiere ich am liebsten meine eigenen Visionen.

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Man kann aber schon sagen das deine Kunst und Fotografien in die Richtung “Dark Art” geht. Wer oder was inspiriert dich zu deiner Kunst ?

Ich habe Schwierigkeiten mit der Bezeichnung “Dark Art” (obgleich sie zutreffend sein mag); es ruft mir stets unangenehm klischeebeladene Bilder vor meinem inneren Auge hervor. Um auf die Frage nach meiner Inspiration zu antworten. Das ist eine Frage bei der ich nicht im Stande bin die Antwort in Worte zu fassen. Ich kann es nicht spezifizieren und es ist mir ein Rätsel wie dazu überhaupt jemand im Stande sein sollte, wenn es sich nicht gerade um eine spezifische Arbeit handelt.

Ich schöpfe Inspiration aus meiner Wahrnehmung von Dinge im Sinne von meinem Empfinden von Ästhetik, konstant beeinflusst durch meine Erfahrung (im Leben, im Schaffen, etc.) und dem daraus resultierenden Gedankengut.

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Welches Equipment verwendest du am häufigsten?

Leider ist mein bisheriges fototechnisches Equipment noch recht begrenzt. Es besteht es aus der Canon EOS 450D mit einem 18 – 55mm Standardobjektiv und, durch einen Auftrag als Entlohnung erhaltenen, Softboxen. Ansonsten verwende ich “Requisiten” mit welchen das Model interagieren kann und welche oftmals Elementar für das Konzept sind. An dieser Stelle sollte ich noch erwähnen, dass mein ‘Studio’ nichts weiter ist als ein kleiner Teil meines Schlafzimmers; der blickdichte schwarze Vorhang vor dem Schlafzimmerfenster dient mir als “Backdrop”. Das ganze findet dann auf 1m x 2m Spielraum statt. Letztendlich ist es nicht sonderlich von Belang welches Equipment man verwendet solange man mit dem Resultat zufrieden ist.

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Wie läuft bei dir ein normales Shooting ab?

In der Regel setze ich meine Fotografie mit sehr guten Freunden um; was von Beginn an eine sehr entspannte Atmosphäre herbeiführt.

Zu diesem Zeitpunkt ist das grundlegende Konzept oftmals bereits ausgearbeitet und das Model sowie ich haben eine Idee wie das letztendlich Foto aussehen soll.

Wir setzen uns zusammen und bereiten alles für das Styling und Makeup vor. In dem Großteil meiner Arbeiten bin ich für alles zuständig; nicht jedoch weil mir keine Hilfe angeboten wird, vielmehr ist es mein persönlicher Drang, weil es letztendlich mein Gedanke wiederspiegeln soll.

Man nimmt sich Zeit damit man den Prozess des Erschaffens und die Zusammenarbeit mit interessanten Menschen genießen kann. Zeitdruck empfinde ich als außerordentlich lästig bei privaten Projekten.

Anschließend begeben wir uns an dem Ort wo das Foto entstehen soll; ob auf Wiesen, in den tiefen schwedischer Wälder oder im “Heimstudio”.
Dort angekommen setzen wir alles in Szene damit ich anfangen kann zu fotografieren. Letztendlich steckt der Teufel im Detail; speziell bei opulenter Garderobe oder visuell umfangreichen Unterfangen.

Es kann auch sehr gut sein, dass wir das Konzept spontan an der Location anpassen und herumexperimentieren. Ich erachte es für wichtig, dass das Model und ich motiviert und inspiriert an den Prozess herangehen. Etwas was sich meiner Erfahrung nach definitiv im Resultat wiederfindet.

Während des Shootings schaue ich gelegentlich auf das Material um mich zu vergewissern, dass das gewollte Resultat eingefangen wurde; vergleichbar mit Leuten die mehrmals nachschauen müssen ob sie die Herdplatte tatsächlich ausgeschalten haben.

Zu guter Letzt wird das Material gesichtet und sich für ein Foto oder mehrere Fotos entschieden, welche weiter von mir bearbeitet werden.
Hierbei versuche ich nicht mehr als lediglich drei unterschiedliche Fotografien von einem Shooting zu verwenden. Die Welt ist sehr schnelllebig und man wird generell mit sehr vielen Eindrücken konfrontiert; es ist eine Entscheidung im Sinne von mir als der kunstschaffenden Person wie auch für das ‘Publikum’.

Zum Abschluss dieser Frage möchte ich nochmal hervorheben, dass jedes Shooting eine neue Erfahrung darstellt, welche auch individuell gehandhabt werden möchte. Im Grunde gibt es hierbei keine sonderlichen Regeln. Jeder nach seiner eigenen Fasson.

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Erzähl uns doch mal von deiner schönsten Shooting-Erfahrung als Fotograf.

Ich werde die Frage in einem anderen Schwerpunkt beantworten. Schöne Erfahrungen als Fotograf. Durch mein künstlerischen Schaffen hatte ich das Vergnügen mit vielen weiteren fantastischen Künstlern und interessanten Personen in Kontakt zu treten; einige darunter zähle ich mittlerweile zu meinem engen Freundeskreis.


Du hast einige sehr schöne Bilder, die du Nachbearbeitet hast. Welche Programme benutzt du dazu und wie gehst du bei Composings vor?

Vielen Dank. Ich verwende lediglich Photoshop für jegliche Nachbearbeitungen. Wie zuvor bereits erwähnt habe ich oftmals eine gezielte Vision wie das letztendliche Bild aussehen soll und somit versuche ich via Photoshop dieser Idee so nahe zu kommen, wie es mir mit meinen bisherigen Fähigkeiten möglich ist.

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Wie lange dauert bei dir ein Composing und wie lange hast du gebraucht, um dir die Techniken beizubringen?

Nun wie bei jedem Composing kommt es stets auf den Aufwand und das erstrebte Resultat an. Das kann von einer halben Stunde bis in den zweistelligen Stundenbereich variieren. Die Techniken habe ich mir im Laufe der Jahre durch die ‘Versuch und Irrtum’ Methode sowie unzähligen YouTube-Tutorials beigebracht.
Photoshop ist so umfangreich, dass es dahingehend wohl noch unzählige Dinge zu erlernen gibt. Man kann außerordentlich viel von Photoshop lernen, wenn man ausgiebig herumexperimentiert.

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Hast du dir Ziele für deine Kunstwerke und Fotografien für die Zukunft gesetzt?

Ich habe einige Wünsche, welche man wohl als ‘Ziele’ betrachten kann. Es wäre mir eine persönliche Erleichterung und Freude von dieser Leidenschaft meinen Lebensunterhalt finanzieren zu können. Ich bezeichne es als ‘Wunsch’ aufgrund der Ungewissheit ob es ein realistischer Gedanke ist. Weiter würde ich gerne mehr “Studioraum” zur Verfügung haben um aufwendigere Sets erstellen zu können. Letztendlich werde ich mein Bestes versuchen und schauen was mir die Zukunft ermöglicht.


Welche Situationen oder Erlebnisse würdest vermeiden oder anders machen, wenn du jetzt neu anfangen würdest mit der Fotografie zu beginnen.

Ich denke nicht, dass ich gewissen Situationen oder Erlebnissen anders begegnen wollen würde wie sie sich letztendlich zugetragen haben. Mit der Fotografie ist es wie bei jeder Kunstform oder dem Leben generell, ein ständiger vorantreibender Prozess. Fotografie, wie Kunst oder generell das Leben, ist stetiger Prozess; Kunst wandelt sich wie sich der Kunstschaffende wandelt, man lernt dazu, ändert seinen Geschmack, neue Wahrnehmungen, neue Gedanken, neue Emotionen, etc.

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Welche 3 Tipps kannst du unseren Lesern mit auf den Weg geben? Worauf kommt es deiner Meinung nach an?

Sei unkonventionell, habe Mut zur Hässlichkeit und arbeite daran dass deine Vision von deinen Werken dir gefallen. In der Kunst ist alles erlaubt ! Lass dich nicht entmutigen im Vergleich oder Kontakt zu anderen Künstlern/Fotografen. Die Fotografien die du erschaffst sind Bilder die nur du machen kannst; jede Form von Kunst hat ihr Publikum und ihr Gewicht; sei es evtl. auch nur für dich persönlich.

 


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